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Was ist Six Sigma?
Der Begriff Six Sigma ist weder in
praxisorientierter noch in akademischer Literatur sorgfältig
und eindeutig definiert. Der Grund liegt darin, dass es sich
um eine noch relativ neue, wenig erforschte QM-Strategie
handelt, die ihr Potential erst in letzter Zeit durch
erfolgreich durchgeführte Projekte deutlich gemacht hat.
Zum anderen liegt es aber auch daran, dass Six Sigma derzeit
ein beliebtes Forschungsthema ist, mit dem sich viele
Institutionen beschäftigen und das ständig weiterentwickelt
wird. Einige sehen Six Sigma als systematische Anwendung von
einfachen und fortgeschrittenen Statistikwerkzeugen, andere
sehen es als eine Weiterentwicklung von TQM und somit als
eine Managementphilosophie. Abhängig von der befragten
Person, variieren die Bedeutungen und Interpretationen von
Six Sigma.
Fakt ist, dass Six Sigma eine im Wesentlichen
von Philipp Crosby geprägte Wettbewerbsstrategie ist.
Ursprünglich wurde sie von Motorola im Jahre 1987
eingeführt, um im Wettbewerb mit den japanischen Unternehmen
konkurrieren zu können. In den letzten Jahren hat Six Sigma
zunehmend an Bedeutung gewonnen, da der Erfolg globaler
Unternehmen wie Motorola und General Electric sich zu einem
Großteil auf die Six Sigma Strategie zurückführen lässt. In
der aktuellen Marktsituation scheint Six Sigma inzwischen in
einem hochtechnisierten Wettbewerb als unumgänglich zu sein,
um einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Denn
Six Sigma betrifft nicht nur die Produktqualität selbst,
sondern schließt die Fehlerfreiheit aller Prozesse mit ein.
Die umfassendste Definition der Six Sigma
Strategie liefert Pande, der hier für die weitere Arbeit als
Grundlage genommen werden soll:
„Six Sigma ist ein umfassendes und flexibles
System, um den Geschäftserfolg zu erreichen, zu erhalten und
zu maximieren. Six Sigma wird einzig vorangetrieben durch
ein tiefes Verständnis der Kundenbedürfnisse, eine
disziplinierte Verwendung von Fakten, Daten und
statistischer Analyse sowie durch große Aufmerksamkeit in
Bezug auf Durchführung, Verbesserung und Neugestaltung von
Prozessen.“ (Pande et al., 2000, S. 9)
Die Six Sigma Strategie erweitert somit die
Definition der Qualität und schließt den wirtschaftlichen
Wert ebenso ein wie den praktischen Nutzen mit. Der
wirtschaftliche Wert bezieht sowohl die Kunden- als auch die
Unternehmensperspektive ein.
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